# Kassensystem-Kosten im Vergleich: Was ein Wechsel wirklich kostet (2026)

> Die Monatsgebühr auf der Preisseite ist selten die Hälfte der tatsächlichen Kosten eines Kassensystems. Hier sind die echten Zahlen zu TSE-Pflicht, Kartengebühren und Vertragsklauseln bei vectron, ready2order, Gastronovi, Lightspeed und SumUp, und was ein Wechsel konkret kostet.

- Author: Alex Riesenkampff (Super44)
- Published: 2026-07-17
- Canonical: https://super44.ai/de/blog/kassensystem-kosten-vergleich

## Key takeaways

- Bei vectron liegt die tatsächliche Kartengebühr bei 1,29 % (Amex 1,9 %), obwohl der EU-Interchange-Deckel für Debitkarten bei 0,2 % und für Kreditkarten bei 0,3 % liegt: Der Deckel betrifft nur eine von drei Gebührenschichten (vectron, EU-Verordnung 2015/751).
- Lightspeed verlängert seinen Kassensystem-Vertrag automatisch um die volle Mindestlaufzeit, wenn du nicht mindestens 90 Tage vor Vertragsende kündigst (Lightspeed-Servicevertrag, offizielle Quelle).
- Nicht jeder Anbieter bindet dich wie Lightspeed über eine automatische Mehrjahres-Verlängerung: Bei Gastronovis Monatstarifen verlängert sich der Vertrag laut Anbieter jeweils nur um einen weiteren Monat, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird.
- Die TSE-Pflicht selbst kostet über 5 Jahre gerechnet zwischen rund 175 € (Hardware-TSE) und bis zu 749 € (Cloud-TSE) pro Kasse, je nach Signaturpaket.
- Verkaufsdaten, Kassenbücher und Rechnungen musst du laut § 147 AO 10 Jahre aufbewahren, auch wenn du das Kassensystem inzwischen gewechselt hast.

Die Preisseite eines Kassensystems zeigt dir eine Monatsgebühr, egal ob du ein Café, eine Bar oder eine kleine Bäckerei mit einer einzigen Kasse führst. Was sie fast nie zeigt: die TSE-Pflicht, die Kartengebühr pro Transaktion und die Kündigungsfrist, die aus einem monatlich kündbaren Vertrag plötzlich eine Zwei- oder Dreijahresbindung macht. **Bei vectron liegt die tatsächliche Kartengebühr bei 1,29 % (bei Amex 1,9 %), fast das Vierfache des gesetzlichen Interchange-Deckels von 0,3 % für Kreditkarten** und das ist kein Ausreißer, sondern wie das System aufgebaut ist. Dieser Beitrag rechnet die drei Kostenschichten durch, die zusammen die echte Total Cost of Ownership eines Kassensystems ergeben, und zeigt, welche Vertragsklauseln aus einem Wechsel ein Projekt machen. Super44 verkauft und vermittelt keine Kassensysteme; das hier ist keine Werbung für einen Anbieter, sondern die Rechnung, die im Verkaufsgespräch meist fehlt.

## Die Softwaregebühr ist nur die erste Schicht

**Die reinen Softwarepreise unterscheiden sich zwischen den geprüften Anbietern um mehr als das Zweifache, ohne dass Hardware oder Kartengebühren schon eingerechnet sind.** ready2order verlangt 35,90 € im Monat für das Kassensystem-Abo plus 15,90 € für das TSE-Paket. Gastronovi startet bei 59 € im Monat inklusive Basisfunktionen, Cloud-TSE kostet dort separat 9 € im Monat. Lightspeed verlangt für Restaurant-Kassen 89 € (Basic), 159 € (Core) oder 249 € (Pro) im Monat, mit 49 € Aufpreis pro zusätzlicher Kassenlizenz. SumUp bietet ein Basis-Kassensystem ganz ohne Grundgebühr an, dafür mit Gebühr pro Transaktion, oder die Variante "Kassensystem Plus" für 39 € im Monat.

**Monatliche Softwaregebuehren, deutsche Kassensystem-Anbieter (ohne Hardware und Kartengebuehren)**

| Anbieter | Einstieg | Mittlere Stufe | Obere Stufe |
| --- | --- | --- | --- |
| ready2order | 35,90 EUR | - | - |
| Gastronovi | 59 EUR | - | - |
| Lightspeed | 89 EUR | 159 EUR | 249 EUR |
| SumUp | 0 EUR | 39 EUR | - |

*Quelle: offizielle Preisseiten (Lightspeed, ready2order, SumUp), gastrorocket.de fuer Gastronovi, geprueft Juli 2026. Ohne TSE, Hardware und Kartengebuehren.*

Die Reihenfolge in dieser Tabelle sagt noch nichts darüber, welches System am Ende günstiger ist. Ein Anbieter mit niedriger Einstiegsgebühr kann bei der Kartengebühr oder bei den Pflichtkosten für TSE und Datenexport draufsatteln, während ein teurerer Anbieter dort transparenter oder günstiger ist. Das entscheidet sich erst in den nächsten beiden Schichten.

## Die Pflichtkosten, die niemand einpreist

**Die TSE ist keine Kassensystem-Zusatzfunktion, sondern eine gesetzliche Pflicht, die zwischen rund 175 € und 749 € über fünf Jahre kostet, je nachdem ob du Hardware oder Cloud wählst.** Seit 2020 muss jedes elektronische Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion eine Technische Sicherheitseinrichtung besitzen. Eine Hardware-TSE kostet meist zwischen 100 € und 350 € einmalig und gilt fünf Jahre; eine Cloud-TSE läuft als Abo für etwa 8 bis 20 € im Monat, je nach gebuchtem Signaturpaket zwischen 119 € und 179 € im Jahr. Über die volle Laufzeit gerechnet ist Hardware für die meisten kleinen Betriebe günstiger, Cloud lohnt sich vor allem, wenn mehrere Kassen ein Paket teilen oder ein Betrieb sehr wenig Beleg-Volumen hat.

Dazu kommt die Kassenmeldepflicht, seit 2025 in Kraft: Systeme, die vor dem 1. Juli 2025 im Einsatz waren, mussten bis zum 31. Juli 2025 gemeldet werden; seither gilt für neu angeschaffte oder stillgelegte Systeme eine Monatsfrist. Das Finanzamt Nordrhein-Westfalen stellt dazu unmissverständlich klar: **"Eine wirksame Erfüllung der Mitteilungspflicht ist nur auf diesem Weg möglich"**, gemeint ist ausschließlich Mein ELSTER oder die ERiC-Schnittstelle, kein formloser Brief oder Anruf. Diese Frist ist bereits abgelaufen; wer sie verpasst hat, sollte sie jetzt nachholen, nicht auf eine neue Ankündigung warten. Der vollständige Ablauf zum Nachmelden steht in unserem [separaten Beitrag zur Kassenmeldepflicht](/de/blog/kassenmeldepflicht-elster-nachmelden).

Die dritte Pflicht betrifft nicht das Kassensystem selbst, sondern was danach mit den Daten passiert. **Kassenbücher, Buchungsbelege und Bilanzen musst du laut § 147 Abgabenordnung 10 Jahre aufbewahren**, unabhängig davon, ob du in der Zwischenzeit den Anbieter gewechselt hast. Bücher, Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse und die Eröffnungsbilanz fallen unter die 10-Jahres-Frist; Buchungsbelege selbst müssen 8 Jahre vorgehalten werden. Für den technischen Export verlangt die Finanzverwaltung das DSFinV-K-Format, mit dem Kasseneinzelbewegungen, Stammdaten und Kassenabschlüsse einheitlich lesbar bleiben, auch für eine unangekündigte Kassen-Nachschau, bei der ein Prüfer ohne Vorankündigung im Betrieb steht und die Kasse sehen will. Wer sein System wechselt, sollte vom alten Anbieter genau diesen Export verlangen, nicht einen PDF-Ausdruck der letzten Monate: Ein PDF erfüllt die Anforderungen der Finanzverwaltung an eine maschinell auswertbare Schnittstelle nicht, ein DSFinV-K-Export schon.

## Kartengebühren: gedeckelt heißt nicht günstig

**Der EU-Interchange-Deckel liegt bei 0,2 % für Debit- und 0,3 % für Kreditkarten, doch die tatsächliche Kartengebühr bei vectron liegt bei 1,29 % und bei Amex sogar bei 1,9 %.** Die Verordnung (EU) 2015/751 begrenzt seit Dezember 2015 nur die Interchange-Gebühr, die an die kartenausgebende Bank fließt. Was auf dem Kontoauszug tatsächlich abgezogen wird, setzt sich aus drei Schichten zusammen: der gedeckelten Interchange-Gebühr, der Scheme-Gebühr an Visa oder Mastercard, und der Marge des Acquirers oder Zahlungsdienstleisters, oft der Kassensystem-Anbieter selbst.

> **1,29 %** — Tatsächliche Kartengebuehr bei vectron (Amex 1,9 %), gegenueber dem gesetzlichen Interchange-Deckel von 0,2 % (Debit) / 0,3 % (Kredit) (vectron Systems, offizielle Preisseite)

Andere Anbieter zeigen dieselbe Struktur mit anderen Zahlen: ready2order berechnet 1,23 % pro Transaktion ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz. Beispiele für die effektive Kreditkartenrate in der deutschen Gastronomie reichen von 0,99 % bis 1,55 % je nach Zusatzentgelten, während Girocard-Zahlungen im Schnitt bei 0,24 % bis 0,26 % effektiv liegen, näher am Debit-Deckel. Der Unterschied zwischen Debit- und Kreditkarten-Effektivrate ist also größer als der gesetzliche Deckel allein erklären würde, weil Scheme-Gebühren und Acquirer-Marge bei Kreditkarten stärker durchschlagen.

Für einen Imbiss oder ein Café mit 15.000 € Kartenumsatz im Monat ist der Unterschied zwischen 0,9 % und 1,29 % Kartengebühr rund 59 € im Monat, knapp 700 € im Jahr, allein durch die Rate, ohne dass sich am Softwarepaket oder an der Hardware irgendetwas ändert. Das ist kein Betrag, der eine Kündigung von heute auf morgen rechtfertigt, aber genau die Art von Zahl, die in keinem Preisvergleich auf der Vendor-Website steht, weil dort nur die Softwaregebühr beworben wird.

## Kaufen oder mieten: was die Hardware wirklich kostet

**Wer ein Terminal mietet statt kauft, zahlt bei vectron allein für ein stationäres POS-7-Gerät plus Basis-Servicegebühr 74,80 € im Monat, über fünf Jahre gerechnet fast 4.500 €, ohne dass am Ende irgendetwas dem Betrieb gehört.** Die monatliche Miete bei vectron liegt je nach Modell zwischen 24,90 € (POS Life) und 39,90 € (POS 7 oder die mobile Order-Hub-Box), dazu kommt die Basis-Servicegebühr von 34,90 € im Monat. Peripheriegeräte wie Bondrucker (9,90 €), Kundendisplay (11,90 €) oder Scanner und Kassenlade (4,90 €) laufen als eigene Monatsposten obendrauf und summieren sich schnell zu einer Rechnung, die mit dem beworbenen Einstiegspreis wenig zu tun hat.

Nicht jeder Anbieter bindet dich in ein reines Mietmodell: Bei mehreren Kassensystem-Anbietern lässt sich die Hardware auch einmalig kaufen, dann gehört das Gerät danach dem Betrieb, unabhängig davon, wie lange der Softwarevertrag noch läuft. Für eine kleine Bäckerei mit einer einzigen Kasse und wenig Wechseldruck rechnet sich der Kauf meist schneller, weil die Fixkosten nach der Anschaffung wegfallen. Für eine Bar mit mehreren Terminals an Wochenenden, die regelmäßig aufrüstet, kann ein Mietmodell die Investition strecken, solange von Anfang an klar ist, dass am Vertragsende nichts Verwertbares übrig bleibt, das sich in ein neues System mitnehmen ließe. Frag deshalb bei jedem Angebot ausdrücklich, ob Kauf überhaupt eine Option ist, nicht nur, was die Miete kostet.

## Die Vertragsklauseln, die einen Wechsel zum Projekt machen

**Lightspeed verlängert den Kassensystem-Vertrag automatisch um die volle Mindestlaufzeit, wenn nicht mindestens 90 Tage vor Vertragsende gekündigt wird, während sich Gastronovis Monatstarife laut Anbieter jeweils nur um einen weiteren Monat verlängern.** Der offizielle Lightspeed-Servicevertrag formuliert es so: **"verlängert sich dieser Vertrag automatisch um die Dauer der Mindestlaufzeit"**, und die Kündigung braucht **"mindestens neunzig (90) Tagen vor dem Ende der aktuellen Laufzeit"**, sofern die Laufzeit länger als 90 Tage ist; Verträge ohne gesonderten Auftrag brauchen nur 30 Tage. Gastronovi funktioniert strukturell anders: Die Monatstarife verlängern sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird, keine Mehrjahresbindung wie bei Lightspeed. Die genaue Kündigungsfrist dafür steht allerdings nicht auf der öffentlichen Preisseite, sondern in den individuellen Vertragsbedingungen des Anbieters, was selbst schon eine Frage wert ist, die vor der Unterschrift zu klären ist.

Diese beiden Beispiele zeigen die Bandbreite, die tatsächlich existiert. Bei ready2order und SumUp ist auf der jeweils offiziellen Preisseite weder eine Mindestlaufzeit noch eine Kündigungsfrist genannt, was nicht automatisch bedeutet, dass es keine gibt, sondern dass die Antwort in den AGB steht und nicht auf der Seite, die beim Verkaufsgespräch gezeigt wird. Genau das ist der Punkt: Ein fehlender Hinweis auf der Preisseite ist keine Zusage zur Flexibilität, sondern eine offene Frage, die vor der Unterschrift zu klären ist.

Bevor du unterschreibst, frag konkret nach:

1. **Der Mindestlaufzeit in Monaten**, nicht nach "Standardlaufzeit" oder "üblich".
2. **Ob sich der Vertrag automatisch verlängert**, und wie viele Tage vorher du kündigen musst.
3. **Wem die Hardware gehört**, wenn du sie mietest statt kaufst, und was mit der Restschuld passiert, wenn du vorzeitig kündigst.
4. **In welchem Format du deine Kassendaten exportiert bekommst**, insbesondere ob ein vollständiger DSFinV-K-Export enthalten ist oder gesondert berechnet wird.

Vier Antworten, schriftlich, vor der Unterschrift, nicht nachträglich im Kündigungsgespräch.

## Was würde ein Wechsel wirklich kosten?

Zwei Zahlen entscheiden den größten Teil der Rechnung: wie stark sich deine effektive Kartengebühr wirklich ändern würde, und wie viele Monate Restlaufzeit inklusive Hardware-Restwert noch offen sind.

**Was eine niedrigere Kartengebuehr wirklich wert ist** *(interactive calculator in the web version)*

Example (Monatlicher Kartenumsatz: 15,000 €, Aktuelle effektive Kartengebuehr: 1 %, Angebotene neue Kartengebuehr: 1 %, Restlaufzeit-Kosten + Hardware-Restwert: 600 €):

- Ersparnis pro Monat: 59 €
- Ersparnis pro Jahr: 702 €
- Monate bis zur Amortisation der Ausstiegskosten: 10  Monate

*Reine Arithmetik auf Basis deiner Eingaben. Nicht enthalten: Umstellungszeit, Schulungsaufwand und moegliche Umsatzausfaelle waehrend der Migration, die real sind und getrennt bewertet werden sollten.*

Was der Rechner nicht zeigt: die Stunden, die dein Team braucht, um ein neues System zu lernen, die Zeit für den TSE-Umzug auf ein neues Gerät, und die Tage mit langsamerem Service während der Umstellung. Diese Kosten sind real, aber individuell für jeden Betrieb, deshalb rechnet sie kein Vergleichsportal pauschal vor. Genau deshalb lohnt sich ein Wechsel in der Praxis meist erst, wenn die jährliche Ersparnis die reinen Ausstiegskosten klar übersteigt, und nicht schon bei einem knappen rechnerischen Break-even, das die Reibung der Umstellung noch gar nicht einpreist.

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## Ohne erneuten Lock-in kaufen

Betriebe, die nicht in der nächsten Vertragsfalle landen, wählen selten das billigste System. Sie fragen vor der Unterschrift nach der Mindestlaufzeit und der Kündigungsfrist, klären, wem die Hardware gehört, und lassen sich schriftlich bestätigen, in welchem Format ihre eigenen Verkaufsdaten am Tag nach der Kündigung noch vorliegen. Das gilt für die kleine Bäckerei mit einer Kasse genauso wie für den Laden mit Wochenendpersonal oder das Restaurant mit drei Terminals, nur die Stückzahl der Fragen ändert sich mit der Zahl der Geräte.

Dieselbe Konsequenz gilt für das, was mit den Daten passiert, solange das System noch läuft, nicht erst am Tag der Kündigung. Ein großes Restaurant an einem Fluss im Westen Deutschlands steuert seine ganze Woche inzwischen über einen einzigen Montagmorgen-Bericht: Umsatz, Renner und Ladenhüter, Tischauslastung und frische Bewertungen. Das zeigt, worauf es eigentlich ankommt: Das Kassensystem war nie der eigentliche Wert, sondern die Daten darunter, und eine gute Kaufentscheidung schützt genau diesen Zugriff, unabhängig davon, welcher Anbieter gerade auf dem Bildschirm steht oder wie lange der Vertrag noch läuft. Wie sich diese Zahlen auf der Personalseite auswirken, zeigt unser Beitrag zu den [Personalkosten-Benchmarks 2026](/de/blog/personalkosten-gastronomie-benchmarks); wer seine Auswertungen lieber direkt per ChatGPT-Prompt selbst zusammenstellt, findet die passenden Vorlagen in unserem Beitrag zu [ChatGPT-Prompts für die Gastronomie](/de/blog/chatgpt-prompts-gastronomie).

## FAQ

### Was kostet ein Kassensystem für ein kleines Café oder Restaurant wirklich?

Die Monatsgebühr für die Software ist meist nur ein Teil der Rechnung. Dazu kommen die TSE-Pflicht (ab rund 8 bis 20 € im Monat für eine Cloud-TSE oder eine Einmalzahlung von 100 bis 350 € für TSE-Hardware), die Hardware-Miete oder der Kauf des Terminals, und die Kartengebühr pro Transaktion, die bei den geprüften Anbietern zwischen 1,23 % und 1,99 % liegt, deutlich über dem gesetzlichen Interchange-Deckel.

### Wie lange ist ein Kassensystem-Vertrag normalerweise gebunden?

Das unterscheidet sich stark zwischen Anbietern. Lightspeed verlängert den Vertrag automatisch um die volle Mindestlaufzeit, wenn du nicht mindestens 90 Tage vorher kündigst. Gastronovi verlängert seine Monatstarife dagegen laut Anbieter jeweils nur um einen weiteren Monat, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird, die genaue Kündigungsfrist dafür regeln die individuellen Vertragsbedingungen. Frag vor der Unterschrift konkret nach der Mindestlaufzeit in Monaten und der Kündigungsfrist, nicht nach "Standardlaufzeit".

### Muss ich die TSE selbst zahlen, oder ist die im Kassensystem enthalten?

In der Regel zahlst du sie separat, ob als Hardware-TSE (Einmalkosten meist 100 bis 350 €, gültig für 5 Jahre) oder als Cloud-TSE-Abo (etwa 8 bis 20 € im Monat, je nach Signaturpaket zwischen 119 und 179 € im Jahr). Über 5 Jahre gerechnet liegt Hardware oft günstiger als Cloud, außer du brauchst nur eine Kasse mit wenig Belegvolumen.

### Was passiert mit meinen Kassendaten, wenn ich den Anbieter wechsle?

Gesetzlich musst du Kassenbücher, Rechnungen und Bewegungsdaten laut § 147 AO 10 Jahre aufbewahren, unabhängig vom Anbieterwechsel. Für den technischen Export verlangt die Finanzverwaltung das DSFinV-K-Format für Kasseneinzelbewegungen, Stammdaten und Kassenabschlüsse. Frag vor dem Wechsel ausdrücklich, ob der alte Anbieter dir einen vollständigen DSFinV-K-Export liefert, nicht nur einen PDF-Auszug.

### Ist die Kassenmeldepflicht für mein bestehendes System noch relevant?

Ja, falls du sie noch nicht erledigt hast. Die Frist für Systeme, die vor dem 1. Juli 2025 im Einsatz waren, lief am 31. Juli 2025 ab; seither gilt eine Monatsfrist ab Anschaffung oder Außerbetriebnahme. Eine wirksame Meldung ist laut Finanzamt NRW nur über Mein ELSTER oder die ERiC-Schnittstelle möglich. Den vollständigen Ablauf zum Nachmelden findest du in unserem separaten Beitrag dazu.

## Sources

1. [vectron Systems - Preise (offizielle Preisseite)](https://www.vectron-systems.com/en/service/service/prices/) — Monatliche Hardware-Miete je Modell, Basis-Servicegebühr 34,90 EUR, Kartengebühr 1,29 % (Amex 1,9 %), Online-Zahlung 1,99 %
2. [Lightspeed - Servicevertrag (rechtliche Bedingungen, offiziell)](https://www.lightspeedhq.de/legal/lightspeed-service-vertrag/) — Automatische Vertragsverlängerung um die Mindestlaufzeit; Kündigungsfrist von mindestens 90 Tagen vor Laufzeitende bei Verträgen über 90 Tage
3. [Lightspeed - Kassensystem Restaurant Preise (offiziell)](https://www.lightspeedhq.de/kassensystem/restaurant/preise/) — Basic 89 EUR/Monat, Core 159 EUR/Monat, Pro 249 EUR/Monat, zusätzliche Lizenz 49 EUR/Monat
4. [ready2order - Kassen (offizielle Preisseite)](https://ready2order.com/de/kassen/) — Kassensystem-Abo 35,90 EUR/Monat, TSE-Paket 15,90 EUR/Monat, readyPay-Transaktionsgebühr 1,23 % ohne Grundgebühr
5. [SumUp - Kassensystem Pro, Kosten (offiziell)](https://www.sumup.com/de-de/kassensystem-uebersicht/kassensystem-pro/kosten/) — Kassensystem Plus 39 EUR/Monat; Basis-Kassensystem ohne monatliche Grundgebühr
6. [Finanzamt NRW - Mitteilungspflicht für elektronische Aufzeichnungssysteme](https://www.finanzamt.nrw.de/steuerinfos/unternehmen/gewinnermittlung-und-mitteilungspflicht/mitteilungspflicht-fuer) — Rechtsgrundlage Paragraph 146a Abs. 4 AO i.V.m. Paragraphen 1, 10 KassenSichV; Frist 31. Juli 2025 für Bestandssysteme, danach Monatsfrist; Meldung nur ueber Mein ELSTER oder ERiC-Schnittstelle
7. [Gesetze im Internet - Paragraph 147 Abgabenordnung (Aufbewahrungspflicht)](https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__147.html) — 10 Jahre Aufbewahrungspflicht fuer Buecher, Aufzeichnungen und Bilanzen; 8 Jahre fuer Buchungsbelege
8. [BZSt - Digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung fuer Kassensysteme (DSFinV-K)](https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Aussenpruefungen/DigitaleSchnittstelleFinV/digitaleschnittstellefinv_node.html) — Rechtsgrundlage Paragraph 146a AO, Paragraph 4 KassenSichV; Pflichtexporte Kasseneinzelbewegungen, Stammdaten, Kassenabschluesse; aktuelle Fassung 2.4 (2.3 seit Juli 2022 gueltig, 2.4 ist eine redaktionelle Aktualisierung)
9. [EUR-Lex - Verordnung (EU) 2015/751 ueber Interbankenentgelte fuer kartengebundene Zahlungsvorgaenge](https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2015/751/oj/eng) — Interchange-Deckel 0,2 % Debit- und 0,3 % Kreditkarten, in Kraft ab 9. Dezember 2015
10. [gebongt24 - TSE-Kosten und Preise fuer Kassensysteme im Vergleich](https://www.gebongt24.de/blog/Blog/TSE-Kosten-und-Preise-fuer-Kassensysteme-im-Vergleich) — Hardware-TSE ca. 100-350 EUR einmalig (5 Jahre gueltig), Cloud-TSE ca. 8-20 EUR/Monat je nach Signaturpaket, 5-Jahres-Gesamtkosten Hardware ca. 175-350 EUR vs. Cloud ca. 273-749 EUR
11. [gastrorocket - Kassensystem Gastronovi im Vergleich](https://gastrorocket.de/ratgeber/ausstattung/kasse/kassensystem-gastronovi) — Gastronovi Basispreis 59 EUR/Monat, Cloud-TSE 9 EUR/Monat; Monatstarife verlaengern sich laut Anbieter jeweils um einen Monat, wenn nicht rechtzeitig gekuendigt wird, genaue Fristen regeln die individuellen Vertragsbedingungen
12. [gastgewerbe-magazin - Kartenzahlung in der Gastronomie, Gebuehrenfallen](https://gastgewerbe-magazin.de/kartenzahlung-in-der-gastronomie-3-tipps-um-teure-gebuhrenfallen-zu-umgehen-49746) — Aufbau der Kartengebuehr aus Interchange-, Scheme- und Acquirer-Anteil; Beispiele auf der Seite reichen von 0,99 % bis 1,55 % effektiver Kreditkartenrate mit Zusatzentgelten
