# Gehalt in der Gastronomie 2026: Service, Küche und Bar im Vergleich

> Praktische Gehaltsempfehlungen für neue Cafes, Bars und Restaurants: Mindestlohn, aktuelle Vergleichswerte, Trinkgeld und die Frage, welches Team du eigentlich aufbauen willst.

- Author: Alex Riesenkampff (Super44)
- Published: 2026-07-29
- Canonical: https://super44.ai/de/blog/gehalt-gastronomie-2026

## Key takeaways

- Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde und steigt am 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro; ein gesetzliches Monatsgehalt folgt daraus nicht.
- Wer 2026 neu eröffnet, sollte mindestens mit dem bereits feststehenden Satz von 14,60 Euro ab Januar 2027 planen, auch wenn aktuell noch 13,90 Euro gelten.
- Aktuelle Portale nennen für Service unterschiedliche Maße: 2.535 Euro Median bei Gehalt.de, 2.600 Euro Median bei StepStone und 2.922 Euro durchschnittliche Grundgehaltsschätzung bei Indeed.
- Jeder zusätzliche Euro pro Stunde kostet bei einer 30-Stunden-Stelle 30 Euro pro Woche vor Arbeitgeberanteilen.
- Trinkgeld sollte ein Plus sein, nicht die Begründung für einen niedrigen garantierten Lohn; nenne in der Anzeige Grundlohn, zugesagte Stunden und Trinkgeld getrennt.

Wenn du gerade dein erstes Cafe, deine erste Bar oder dein erstes Restaurant eröffnest, lautet die wichtigste Gehaltsfrage nicht: "Was ist das Minimum?" Sie lautet: "Was soll diese Person für den Laden tragen, und warum sollte sie diesen Job behalten wollen?" **2026 gelten mindestens 13,90 Euro pro Stunde, ab Januar 2027 bereits 14,60 Euro; für Service nennen Gehalt.de 2.535 Euro Median und Indeed 2.922 Euro durchschnittliches Grundgehalt, für Köchinnen und Köche nennt Destatis 3.058 Euro Median bei Vollzeit.**

Ein schnelles Tagesgeschäft mit klaren Abläufen und bezahlter Einarbeitung ist ein anderes Arbeitsangebot als ein Nachbarschaftscafe, in dem dieselbe Person öffnet, Stammgäste kennt und neue Kollegen einarbeitet. Ein Koch, der eine kleine Küche durch den Samstagabend bringt, verkauft nicht nur Stunden, sondern Ruhe und Urteilskraft. Die Zahlen in diesem Beitrag setzen Leitplanken. Den Lohn bestimmst du danach, welche Verantwortung du wirklich abgeben willst, welche Kultur du aufbauen möchtest und was Preise und Öffnungszeiten dauerhaft tragen.

## Der Mindestlohn ist ein Stundensatz, kein Monatsgehalt

Für Beschäftigte im Anwendungsbereich des Mindestlohngesetzes bildet der Stundenlohn die gesetzliche Untergrenze. **Seit 1. Januar 2026 sind mindestens 13,90 Euro je Stunde fällig; ab 1. Januar 2027 steigt der Satz auf 14,60 Euro.**

**Gesetzlicher Mindestlohn und ein regionales Tarifbeispiel**

| Regel | Zeitpunkt | Stundensatz |
| --- | --- | --- |
| Gesetzlicher Mindestlohn | seit 1.1.2026 | 13,90 € |
| Gesetzlicher Mindestlohn | ab 1.1.2027 | 14,60 € |
| Tarif Baden-Württemberg, Gruppe 1A | seit April 2026 | 14,10 € |
| Tarif Baden-Württemberg, Gruppe 1B | seit April 2026 | 14,70 € |

*Baden-Württemberg ist nur ein Regionalbeispiel. Tarifbindung, Entgeltgruppe und der aktuelle Tarifstand des eigenen Gebiets müssen gesondert geprüft werden.*

Die häufig genannten 2.419 Euro im Monat sind kein zweiter gesetzlicher Mindestwert. DEHOGA Nordrhein nennt diesen Wert für eine 40-Stunden-Woche; rechnerisch entspricht er rund 174 Monatsstunden. Für 2027 nennt der Verband bei 14,60 Euro Mindestlohn 2.540 Euro. Wer stattdessen 40 Wochenstunden über 52 Wochen durch 12 Monate teilt, kommt auf rund 173,33 Stunden und damit auf etwa 2.409 beziehungsweise 2.531 Euro.

Beide Rechnungen sind Beispiele. Entscheidend sind die vergütungspflichtigen Stunden des jeweiligen Monats. Zuschläge, Urlaub, Krankheit und Arbeitszeitkonto können die Abrechnung zusätzlich beeinflussen. Ein Vertrag sollte deshalb den Stundenlohn und die vereinbarte Arbeitszeit nennen, nicht nur ein gerundetes Monatsäquivalent aus einem Ratgeber.

Auszubildende, bestimmte Praktika und weitere gesetzliche Ausnahmen folgen eigenen Regeln. Dieser Beitrag ersetzt keine Prüfung des konkreten Arbeitsverhältnisses. Für regulär beschäftigte Erwachsene ist 13,90 Euro die relevante Ausgangszahl, ein geltender Tarifvertrag kann eine höhere Untergrenze setzen.

Beim Tarif lohnt kein bundesweiter Schnellschluss. Baden-Württemberg vereinbarte für April 2026 unter anderem 14,10 und 14,70 Euro in den unteren Gruppen. Niedersachsen meldete im März 2026 ebenfalls einen neuen Abschluss. Welche Zahl im eigenen Betrieb gilt, hängt von Tarifgebiet, Tarifbindung, Tätigkeit und Eingruppierung ab.

## Amtliche Berufsdaten und Portalwerte müssen getrennt bleiben

Amtliche Zahlen sind methodisch belastbarer, Portale oft näher am heutigen Anzeigedatum. **Für Köchinnen und Köche ohne Spezialisierung auf Fachkraftniveau nennt Destatis im April 2025 bei Vollzeit einen Median von 3.058 Euro und ein Mittel von 3.194 Euro; für Kellnerinnen und Kellner lag das amtliche Vollzeit-Mittel ohne Sonderzahlungen im April 2024 bei 2.785 Euro.**

**Service, Küche und Bar: datierte Referenzwerte**

| Rolle | Destatis | Portalwert am 29.7.2026 |
| --- | --- | --- |
| Kellner:in / Service | 2.785 € Mittel, Vollzeit, April 2024, ohne Sonderzahlungen | StepStone 2.600 € Median; Gehalt.de 2.535 € Median; Indeed 2.922 € Durchschnittsschätzung |
| Koch / Köchin ohne Spezialisierung, Fachkraft | 3.058 € Median; 3.194 € Mittel, Vollzeit, April 2025 | StepStone rund 2.741 € Median |
| Barkeeper:in | hier kein amtlicher Einzelwert verwendet | StepStone rund 2.708 € Median |

*Monatsbrutto. Die Zeilen sind keine einheitliche Gehaltsspanne: Zeitraum, Vollzeitabgrenzung, Rollenbegriff, Datenquelle und statistisches Maß unterscheiden sich.*

Die amtlichen Werte zeigen, wo die Branche zuletzt stand. Die Portale zeigen, welche Zahlen Bewerber heute bei einer Suche sehen. Wenn dein Angebot deutlich darunterliegt, brauchst du einen guten, ehrlichen Grund: echte Ausbildung, besonders verlässliche Zeiten oder eine bewusst kleinere Rolle. "Bei uns ist es familiär" gleicht keine zusätzliche Verantwortung aus.

Die Portalzahlen sind keine fertige Preisliste. StepStone zeigt Mediane, Indeed eine durchschnittliche Grundgehaltsschätzung und Gehalt.de einen eigenen Median. Vergleiche damit aktuelle Stellen in deinem Einzugsgebiet, nicht nur den Bundeswert.

Destatis formulierte den damaligen Abstand für den Service deutlich: "Kellnerinnen und Kellner verdienten durchschnittlich 2 785 Euro und somit über 1 000 Euro weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten mit Ausbildungsabschluss." Das Zitat bezieht sich auf Vollzeit im April 2024. Es erklärt weder regionale Unterschiede noch die heute erforderliche Vergütung einer konkreten Person.

**Welche Zahl beantwortet welche Frage?**

*Source: Destatis und Gehaltsportale, Stand Juli 2026*

- **Sinnvolle Verwendung:** Amtliche Berufsdaten liefern eine konsistente, datierte Vergleichsbasis. Portalwerte zeigen, welche Schätzung ein Bewerber bei einer aktuellen Suche sehen kann.
- **Grenze der Aussage:** Unterschiedliche Mittelwerte, Mediane, Arbeitszeitabgrenzungen und Erhebungsdaten dürfen nicht zu einer scheinpräzisen gemeinsamen Spanne verrechnet werden.

## Entscheide zuerst, welche Art Arbeitsplatz du anbietest

Ein sinnvoller Lohn passt zu Verantwortung, Lernkurve und dem Versprechen, das du deinem Team machst. **Jeder zusätzliche Euro pro Stunde kostet bei einer 30-Stunden-Stelle 30 Euro pro Woche vor Arbeitgeberanteilen.** Das ist für einen jungen Betrieb spürbar. Ebenso spürbar ist es, wenn eine unterbezahlte Schlüsselperson geht und der Inhaber wieder jede Frühschicht selbst übernimmt.

**Was soll diese Person für deinen Betrieb werden?** *(interaktive Entscheidungshilfe in der Webversion)*

**Passender Ansatz:**
- **Welche Beschreibung passt am besten zur geplanten Rolle? — Eine echte Einstiegsrolle mit Ausbildung im Betrieb:** Mach den Aufstieg konkret. Ein niedrigerer Einstieg kann fair sein, wenn die Person auf bezahlter Zeit wirklich lernt und nicht heimlich eine erfahrene Rolle ausfüllt. Nächster Schritt: Schreibe ein Gehaltsgespräch nach 8 bis 12 Wochen in das Angebot und knüpfe es an beobachtbare Aufgaben.
- **Welche Beschreibung passt am besten zur geplanten Rolle? — Ein langfristiges Mitglied unseres Stammteams:** Bezahle für Verlässlichkeit auf beiden Seiten. Wenn jemand Stammgäste kennen, Verantwortung übernehmen und auch durch einen ruhigen Winter bleiben soll, braucht die Stelle mehr als das gesetzliche Minimum und ein freundliches Teamfoto. Nächster Schritt: Lege zuerst garantierte Stunden, planbare freie Tage und einen Lohn oberhalb der Untergrenze fest. Trinkgeld kommt danach.
- **Welche Beschreibung passt am besten zur geplanten Rolle? — Eine Fachkraft, die Qualität selbstständig trägt:** Bezahle die Verantwortung hinter dem Titel. Wer Kaffeequalität steuert, eine Station allein führt, bestellt, kalkuliert oder andere einarbeitet, leistet mehr als die gewöhnliche Rollenbezeichnung erkennen lässt. Nächster Schritt: Liste die zusätzliche Verantwortung auf und setze dafür einen sichtbaren Aufschlag gegenüber vergleichbaren lokalen Anzeigen.
- **Welche Beschreibung passt am besten zur geplanten Rolle? — Eine Servicerolle mit relevantem Trinkgeld:** Halte den Grundlohn ehrlich. Gutes Trinkgeld kann die Gesamteinnahmen stark verbessern. Ruhige Tage, Wetter und Saison trägt aber die beschäftigte Person mit. Nächster Schritt: Nenne Grundlohn und zugesagte Stunden zuerst. Ergänze nur einen Trinkgeldkorridor, den Kasse oder Abrechnung tatsächlich belegen.
- **Welche Beschreibung passt am besten zur geplanten Rolle? — Eine Stelle, die wir eigentlich kaum bezahlen können:** Ändere den Startplan, nicht die Stellenbeschreibung. Wenn ein tragfähiger Lohn das Modell sprengt, sind vielleicht Öffnungszeiten, Karte oder Teamgröße für den Start zu groß gedacht. Nächster Schritt: Prüfe weniger Öffnungstage, eine kleinere Karte, mehr Inhaberschichten oder eine spätere zweite Einstellung.

Für eine Neueröffnung würden wir nicht mehr ausschließlich mit 13,90 Euro kalkulieren. Der Sprung auf 14,60 Euro im Januar 2027 steht bereits fest. Wer heute bei 13,90 startet, baut also eine schnelle Erhöhung oder eine frühe Enttäuschung ein. Für eine erwachsene Kernkraft in einer Stadt sollte 14,60 Euro deshalb eher die Budgetunterkante als das Zielbild sein.

Bei einer erfahrenen Fachkraft reicht auch diese Zahl möglicherweise nicht. Wer allein öffnet oder schließt, Schlüssel trägt, Bestellungen verantwortet, andere einarbeitet oder die Qualität eines Produkts schützt, braucht einen erkennbaren Verantwortungsaufschlag. Wenn das Budget dafür nicht reicht, sind weniger Öffnungsstunden oder mehr eigene Schichten ehrlicher als eine große Rolle mit kleinem Titel.

## Monatsgehalt und Stundenlohn nur mit klarer Annahme umrechnen

Ein Monatsbetrag wird erst vergleichbar, wenn die zugrunde gelegte Arbeitszeit bekannt ist. **2.600 Euro brutto im Monat entsprechen bei 40 Wochenstunden und 52 Wochen geteilt durch 12 Monate rechnerisch genau 15,00 Euro pro Stunde.** Bei 38 Wochenstunden wären es dagegen rund 15,79 Euro. Derselbe Monatsbetrag erzeugt also verschiedene Stundensätze, ohne dass sich der Lohn selbst geändert hat.

Die sichere Formel lautet: Monatsgehalt mal 12, geteilt durch Wochenstunden und 52. Sie eignet sich für einen vereinbarten, gleichbleibenden Monatslohn. Bei Stundenverträgen mit schwankenden Einsätzen ist der Weg umgekehrt: vereinbarter Stundensatz mal vergütungspflichtige Stunden des Abrechnungsmonats. Die pauschale Zahl 4,33 Wochen pro Monat ist für eine Budgetschätzung brauchbar, ersetzt aber nicht die tatsächliche Lohnabrechnung.

Sonderzahlungen brauchen eine eigene Entscheidung. Ein Jahreswert einschließlich Weihnachts- oder Urlaubsgeld darf nicht ohne Hinweis durch 12 geteilt und mit einem regelmäßigen Monatslohn verglichen werden. Genau deshalb steht beim Destatis-Branchenmedian oben "einschließlich Sonderzahlungen", während die Berufstabelle einen April-Monatsverdienst zeigt.

Auch Median und Durchschnitt beantworten unterschiedliche Fragen. Bei fünf Monatsgehältern von 2.500, 2.600, 2.700, 2.800 und 5.000 Euro beträgt der Median 2.700 Euro, das arithmetische Mittel aber 3.120 Euro. Der einzelne hohe Wert zieht den Durchschnitt nach oben, den Median nicht. Beides kann korrekt berechnet sein; ohne Bezeichnung lässt sich die Zahl trotzdem nicht sauber einordnen.

Für eine interne Gehaltstabelle sollte deshalb jede Zeile fünf Angaben tragen: Rolle, Bruttobetrag, Stundenbasis, statistisches Maß und Bezugsdatum. Kommt ein Wert aus einem Portal, gehört der Portalname dazu. Kommt er aus dem eigenen Betrieb, sollte klar sein, ob Zuschläge und Sonderzahlungen enthalten sind. Diese kleine Disziplin verhindert, dass ein Monatsmedian, ein Durchschnitt und ein Jahreswert scheinbar dasselbe Gehalt beschreiben.

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## Der Branchenmedian beschreibt Vollzeit, nicht jede Schichtkraft

Der Jahresvergleich zeigt die Position des Gastgewerbes, aber nicht den Lohn jeder Servicekraft. **Unter den von Destatis berücksichtigten Vollzeitbeschäftigten lag der Median 2025 im Gastgewerbe bei 35.545 Euro brutto einschließlich Sonderzahlungen, gesamtwirtschaftlich bei 54.066 Euro.**

Die Definition gehört zur Zahl. Destatis berücksichtigt Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse mit mindestens sieben Arbeitsmonaten im Berichtsjahr; Teiljahresverdienste wurden auf zwölf Monate hochgerechnet. Sonderzahlungen sind enthalten. Das unterscheidet den Jahresmedian sowohl vom April-Monatsmittel für Kellnerinnen und Kellner als auch von einem Portalwert.

Ein Betrieb kann den Branchenmedian deshalb nicht direkt in einen Stundenlohn umrechnen, ohne bezahlte Stunden und enthaltene Zahlungen zu kennen. Er kann ihn als grobe Einordnung für eine Vollzeitstelle nutzen. Bei Teilzeit, Minijob oder stark schwankenden Monaten ist der konkrete Stundenlohn zusammen mit den zugesagten Stunden aussagekräftiger.

Auch Trinkgeld bleibt außerhalb einer verlässlichen Vergleichsrechnung. Ein trinkgeldstarkes Konzept darf bewusst einen niedrigeren Grundlohn als ein trinkgeldarmes Tagescafe anbieten, solange alle gesetzlichen und tariflichen Grenzen eingehalten werden. Der Tausch ist aber real: Die beschäftigte Person trägt dann einen größeren Teil des Risikos aus Wetter, Saison und Auslastung. Wer ein stabiles Stammteam aufbauen will, sollte Trinkgeld deshalb als Plus behandeln, nicht als Ersatz für einen tragfähigen garantierten Lohn.

## Ein lokaler Vergleich braucht dieselbe Rolle und Arbeitszeit

Für die Stellenanzeige zählt am Ende der Markt, in dem der Betrieb tatsächlich sucht. **Fünf aktuelle Anzeigen für dieselbe Rolle, ähnliche Erfahrung und denselben Einzugsbereich sind nützlicher als 50 vermischte Treffer aus Küche, Service, Vollzeit und Aushilfe.**

Notiere je Vergleich nur überprüfbare Angaben: Stundenlohn oder Monatsgehalt, zugesagte Wochenstunden, Schichtfenster, Vertragsart, Tarifhinweis und Datum. Fehlt die Arbeitszeit, lässt sich ein Monatswert nicht sauber in einen Stundensatz umrechnen. Fehlt der Aufgabenbereich, kann sich hinter "Koch" sowohl eine Einstiegsrolle als auch eine leitende Position verbergen.

Schreibe im eigenen Inserat Betrag oder Spanne, zugesagte Stunden, typische Schichten und den Umgang mit Trinkgeld aus. Ein Bewerber sollte nach einer Minute verstehen, wie eine normale Woche aussieht. "Attraktive Bezahlung" und "familiäres Team" sagen fast nichts darüber, ob der Job Miete, Freizeit und Verantwortung zusammenbringt.

Prüfe außerdem die eigenen letzten Einstellungen. Welche Zahl stand in der Anzeige, wie viele passende Bewerbungen kamen, wo stiegen Kandidatinnen und Kandidaten aus und welcher Satz wurde am Ende vereinbart? Ein bundesweiter Median kann diese lokale Erfahrung nicht ersetzen.

Halte das Vergleichsblatt beim nächsten Quartalscheck fest, statt jedes Mal neu zu suchen. Portalwerte ändern sich laufend, Stellen verschwinden und Tarifstufen steigen zu unterschiedlichen Terminen. Mit Datum und Screenshot lässt sich später noch nachvollziehen, auf welcher Grundlage eine Entscheidung gefallen ist. Entferne veraltete Anzeigen aus dem Vergleich, aber überschreibe die damalige Entscheidung nicht rückwirkend.

Ein sauberer Vergleich zeigt auch, wann gar kein Gehaltsproblem vorliegt. Wenn passende Bewerbungen kommen, aber regelmäßig wegen wechselnder Spätschichten oder zu weniger zugesagter Stunden absagen, löst ein höherer Monatswert möglicherweise nicht die eigentliche Erwartungslücke. Das ist keine Wirkungsbehauptung, sondern eine Frage, die der Betrieb anhand seiner Absagegründe prüfen kann.

Stell dir vor der Veröffentlichung eine einfache Frage: Würde eine gute Person verstehen, warum sie genau diesen Job behalten wollen soll? 15 Euro bei zwölf bis dreißig schwankenden Stunden können schlechter sein als 14,60 Euro mit dreißig zugesagten Stunden, zwei planbaren freien Tagen und Trinkgeld obendrauf. Nicht jeder entscheidet gleich. Aber nur ein vollständiges Angebot ermöglicht eine ehrliche Entscheidung.

## Eine Lohnerhöhung wird über Stunden und Teamgröße teuer

Vor einer Zusage sollte die Differenz über alle betroffenen Stunden gerechnet werden. **Drei Servicekräfte mit je 25 Wochenstunden kosten bei einer Erhöhung von 13,90 auf 14,60 Euro zusammen 52,50 Euro mehr pro Woche, vor Arbeitgeberanteilen und Folgewirkungen auf andere Lohngruppen.**

**Was kostet ein höherer Stundensatz?** *(geführter Rechner in der Webversion)*

- **Personen in dieser Rolle:** 3 €
- **Wochenstunden pro Person:** 25 €
- **Aktueller Stundenlohn:** 14 €
- **Vergleichen mit...:** Mindestlohn 2027 — 14,60 Euro ab Januar 2027.
  - Andere Auswahlmöglichkeiten: Tarifbeispiel Baden-Württemberg 1B / Eigener Zielwert 15,00 Euro

| Ergebnis | Beispielwert |
| --- | --- |
| Zusätzlicher Lohn pro Woche | 52 € |
| Zusätzlicher Lohn pro Monat, ca. | 227 € |

*Reine Lohndifferenz aus den Eingaben. Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und mögliche Anpassungen anderer Gehaltsgruppen kommen hinzu.*

Wenn die Differenz feststeht, folgt die eigentliche Unternehmerentscheidung. Kann ein ruhiger Vormittag entfallen? Kannst du während der ersten Monate selbst eine Öffnungsschicht übernehmen? Würde eine kleinere Karte einer guten Küchenfachkraft ermöglichen, ruhiger und verlässlicher zu arbeiten? Keine dieser Antworten ist automatisch richtig. Sie sind nur ehrlicher, als einen guten Lohn zu versprechen und ihn über ständig gekürzte Stunden wieder einzusammeln.

Prüfe außerdem das bestehende Team. Wenn der Markt einen höheren Einstieg verlangt, darf die Person, die Schlüssel trägt und den Neuzugang einarbeitet, nicht versehentlich darunter rutschen. Lohnabstände müssen nicht mathematisch perfekt sein. Sie sollten sich aber in einem offenen Gespräch erklären lassen.

## Wo Super44 reinpasst

Super44 liefert die Betriebsdaten rund um eine Lohnentscheidung, setzt aber keinen fairen Satz fest. **Dienstplanung und Zeiterfassung zeigen für 1 Rolle oder das ganze Team, wie viele Stunden geplant und tatsächlich gearbeitet wurden, bevor ein neuer Stundensatz budgetiert wird.**

Die native Dienstplanung erstellt Vorschläge aus Rollen, Verfügbarkeiten, genehmigten Abwesenheiten, bestehenden Mustern und der über Kassendaten sichtbaren Nachfrage. Der Inhaber prüft den Vorschlag und veröffentlicht ihn erst nach eigener Freigabe. Die Zeiterfassung dokumentiert geleistete Stunden; genehmigte Daten lassen sich unter anderem für DATEV LODAS und Lexware exportieren.

Ob dadurch Stunden oder Marge verändert werden, hängt vom Betrieb ab. Die Planung ist keine zugesagte Einsparung und kein Argument für einen niedrigeren Lohn. Sie sorgt dafür, dass eine Erhöhung mit den tatsächlich erwarteten Stunden statt mit einem pauschalen Vollzeitwert gerechnet werden kann.

Für die Einordnung der gesamten Lohnsumme zeigt unser [Leitfaden zu Personalkosten-Benchmarks](/de/blog/personalkosten-gastronomie-benchmarks), wie der Anteil am Umsatz berechnet wird. Wenn eine Kündigung den Gehaltscheck ausgelöst hat, trennt der [Rechner für tatsächliche Personalwechsel](/de/blog/personalfluktuation-kosten-gastronomie) Suche, Abdeckung, Einarbeitung und Produktivitätslücke, ohne den Lohn automatisch als Ursache zu setzen.

## FAQ

### Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie 2026?

Für Beschäftigte, die unter das Mindestlohngesetz fallen, beträgt der gesetzliche Stundenlohn seit 1. Januar 2026 mindestens 13,90 Euro. Ab 1. Januar 2027 sind es 14,60 Euro. DEHOGA nennt für eine 40-Stunden-Woche 2.419 beziehungsweise 2.540 Euro; diese Werte entsprechen rechnerisch rund 174 Monatsstunden und sind keine gesetzlichen Monatsgehälter.

### Wie viel verdient eine Servicekraft in Deutschland?

Destatis meldete für vollzeitbeschäftigte Kellnerinnen und Kellner im April 2024 durchschnittlich 2.785 Euro brutto im Monat ohne Sonderzahlungen. Am 29. Juli 2026 zeigten Portale 2.600 Euro Median bei StepStone, 2.535 Euro Median bei Gehalt.de und 2.922 Euro durchschnittliche Grundgehaltsschätzung bei Indeed. Für eine Servicekraft mit Schlüssel, eigener Station, Schließverantwortung oder Einarbeitungsaufgaben sollte der Vergleich nicht zur Obergrenze werden.

### Wie viel verdient ein Koch oder eine Köchin 2026?

Die aktuelle amtliche Berufstabelle von Destatis weist für vollzeitbeschäftigte Köchinnen und Köche ohne Spezialisierung auf Fachkraftniveau im April 2025 einen Bruttomonatsmedian von 3.058 Euro und ein arithmetisches Mittel von 3.194 Euro aus. StepStone zeigte am 29. Juli 2026 rund 2.741 Euro Median. Wer allein eine Küche stabilisieren, bestellen, kalkulieren oder eine Karte mitentwickeln soll, übernimmt mehr als eine gewöhnliche Fachkraftrolle und sollte entsprechend höher eingestuft werden.

### Sollte ein neuer Gastronomiebetrieb nur Mindestlohn zahlen?

13,90 Euro sind 2026 die gesetzliche Untergrenze, nicht automatisch der richtige Lohn für jede Rolle; ab Januar 2027 gelten ohnehin 14,60 Euro. Für eine echte Einstiegsrolle mit bezahlter Einarbeitung kann ein niedriger Start vertretbar sein. Wer Selbstständigkeit, Schlüssel, Qualitätssicherung oder langfristige Bindung erwartet, sollte diese Verantwortung sichtbar darüber vergüten.

### Welcher Tariflohn gilt 2026 im Gastgewerbe?

Das hängt vom regionalen Tarifgebiet, der Entgeltgruppe und der Tarifbindung ab. Baden-Württemberg ist ein Beispiel mit 14,10 Euro für Gruppe 1A und 14,70 Euro für Gruppe 1B ab April 2026. Auch Niedersachsen schloss im März 2026 einen neuen Tarifvertrag. Prüfe den für den Betrieb geltenden Tarifstand statt einen Landeswert bundesweit zu übertragen.

### Ist Trinkgeld in den Gehaltsbenchmarks enthalten?

Nein. Die Quellen berichten Bruttoverdienst, Gehalt oder Grundgehalt und liefern keine belastbare Trinkgeldschätzung für einen konkreten Betrieb. Ein trinkgeldstarkes Konzept kann attraktive Gesamteinnahmen bieten, aber ruhige Wochen und Saisonschwankungen trägt die beschäftigte Person mit; deshalb Grundlohn, zugesagte Stunden und einen belegbaren Trinkgeldkorridor getrennt nennen.

## Sources

1. [Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Mindestlohn 2026 und 2027](https://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Pressemitteilungen/2025/mindestlohn-steigt-zum-ersten-januar-2026.html) — Amtliche Quelle für 13,90 Euro ab Januar 2026 und 14,60 Euro ab Januar 2027.
2. [DEHOGA Nordrhein: Rechenbeispiele zur Mindestlohnerhöhung](https://www.dehoga-nordrhein.de/brancheninfos/news/details/mindestlohnerhoehung-2026-was-kommt-auf-die-betriebe-zu/) — Quelle für die beispielhaften Monatswerte 2.419 und 2.540 Euro bei einer 40-Stunden-Woche. Die Werte entsprechen rechnerisch rund 174 Monatsstunden; es sind keine gesetzlichen Monatsuntergrenzen.
3. [Destatis: Erläuterungen zur Verdiensterhebung](https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-Branche-Berufe/Methoden/Erlaeuterungen/erlaeuterung-Verdiensterhebung.html) — Die monatliche Verdiensterhebung ersetzte 2022 die frühere vierjährliche Verdienststrukturerhebung.
4. [Destatis GENESIS: Verdienste nach Berufen, Tabelle 62361-0030](https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/62361/table/62361-0030) — Amtliche April-2025-Berufsdaten. Für vollzeitbeschäftigte Köchinnen und Köche ohne Spezialisierung auf Fachkraftniveau: Median 3.058 Euro, arithmetisches Mittel 3.194 Euro brutto im Monat.
5. [Destatis: Verdienst von Kellnerinnen und Kellnern](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/03/PD25_117_62.html) — April 2024, Vollzeitbeschäftigte: arithmetisches Mittel 2.785 Euro brutto im Monat ohne Sonderzahlungen. Ein datierter Referenzwert, nicht die aktuellste Berufstabelle.
6. [Destatis: Bruttojahresverdienste 2025](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_113_621.html) — Mediane für berücksichtigte Vollzeitbeschäftigte einschließlich Sonderzahlungen: Gastgewerbe 35.545 Euro, alle Wirtschaftsabschnitte 54.066 Euro.
7. [StepStone: Gehalt für Kellnerinnen und Kellner](https://www.stepstone.de/gehalt/Kellner-in.html) — Am 29. Juli 2026 sichtbarer Monatsmedian 2.600 Euro. Die ebenfalls angezeigten offenen Stellen sind nicht die Gehaltsstichprobe.
8. [StepStone: Gehalt für Köchinnen und Köche](https://www.stepstone.de/gehalt/Koch-Koechin.html) — Am 29. Juli 2026 sichtbarer Monatsmedian rund 2.741 Euro.
9. [StepStone: Gehalt für Barkeeperinnen und Barkeeper](https://www.stepstone.de/gehalt/Barkeeper-in.html) — Am 29. Juli 2026 sichtbarer Monatsmedian rund 2.708 Euro.
10. [Gehalt.de: Kellner und Kellnerin](https://www.gehalt.de/beruf/kellner-kellnerin) — Am 29. Juli 2026 sichtbarer Monatsmedian 2.535 Euro; Stichprobengröße und Erhebungszeitraum werden nicht klar ausgewiesen.
11. [Indeed: Gehalt für Kellnerinnen und Kellner](https://de.indeed.com/career/kellner/salaries) — Am 19. Juli 2026 aktualisierte durchschnittliche Grundgehaltsschätzung 2.922 Euro im Monat bei rund 1.500 Gehaltsangaben.
12. [DEHOGA Baden-Württemberg: Tarifeinigung 2026](https://www.dehogabw.de/informieren/aktuelles/detail/tarifeinigung-im-baden-wuerttembergischen-gastgewerbe) — Regionalbeispiel mit 14,10 Euro für Gruppe 1A und 14,70 Euro für Gruppe 1B ab April 2026.
13. [DEHOGA Niedersachsen: Tarifeinigung vom 25. März 2026](https://www.dehoga-niedersachsen.de/presse-und-media/pressemitteilungen/pressemitteilungen/detail/news/tarifeinigung-fuer-das-niedersaechsische-gastgewerbe-erzielt/) — Belegt, dass Baden-Württemberg nicht der einzige regionale Tarifabschluss für 2026 ist.
